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Die „Dritten“ – regelmäßige Vorsorge ist sinnvoll

 

Auch bei vollständigem Zahnverlust ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt unverzichtbar. Denn nicht nur die Zahnprothesen verändern sich, auch der prothesentragende Knochen mit den schützenden Schleimhäuten baut sich fortlaufend um. Auch weitere Erkrankungen der Mundschleimhäute kann der Zahnarzt frühzeitig diagnostizieren, behandeln und entsprechende Vorsorge leisten.

 
 

Viele Veränderungen wie Verfärbungen, Ablagerungen, kleine Risse im Kunststoff oder Abplatzungen am Zahnersatz kann der Patient sehr gut selbst beobachten. Spätestens dann bemerkt er, dass es Zeit für die nächste Kontrolluntersuchung ist. Doch die meisten Verläufe erkennt der Patient selten, weil sie sich langsam und allmählich entwickeln. Zahnprothesen bewirken einen kontinuierlichen Druck auf den Knochen, das „Prothesenlager“. Der Körper antwortet mit ständigem Knochenabbau. Der Patient gewöhnt sich somit an den fortlaufenden Vorgang der nachlassenden Haftkraft und bemerkt erste Auswirkungen viel zu spät, oft durch schmerzhafte Druckstellen. Hierbei kommt es zu wechselseitigen Einflüssen: Eine schlechte Auflage lässt das Prothesenlager schneller schrumpfen. Irgendwann entsteht dann eine so unangenehme Situation, dass vielleicht dauerhaft der Tragekomfort beeinträchtigt ist. Dabei ist Vorbeugung relativ einfach: Regelmäßige Inspektionen lassen den günstigsten Zeitpunkt einer notwendigen Unterfütterung erkennen. Dabei wird der Kunststoff an das veränderte Prothesenlager angeglichen. Erfolgt diese Unterfütterung zu spät, ergibt sich durch die wackelnde Auflage und falsche Belastung außerdem eine deutlich höhere Bruchgefahr.

Ein schrumpfendes Prothesenlager und zusätzlich kontinuierliche Abnutzungserscheinungen des Zahnersatzes bewirken außerdem, dass sich die Lagebeziehung zwischen Ober- und Unterkiefer verändert. Erste Warnzeichen sind Feuchtecken an den Mundwinkeln, die häufig blutend aufplatzen. Erst viel zu spät erkennt der Patient Gesichtsveränderungen wie ein kleiner werdendes Untergesicht oder ein stärker vorspringendes Kinn. Rechtzeitige Hilfe kann ein einfaches Austauschen von Kunststoffzähnen mit Anpassung an die alte Kauhöhe sein.

Wird dieser Zeitpunkt verpasst, ist eine komplette Neuanfertigung sinnvoll. Gerade im Unterkiefer wird der Halt durch zu kleine Prothesenlager oft unbefriedigend. Hierbei gilt es, mit dem Zahnarzt abzuklären, ob unterstützende Implantate die Situation verbessern können. Doch auch hierbei gilt: Die Implantation muss rechtzeitig erfolgen. Wartet man zu lange, bieten die Kiefer nicht mehr genügend Knochensubstanz für die Implantation.

Neben den eher technischen Untersuchungen des Zahnersatzes ist der Zahnarzt gerade beim älteren Patienten auch als Arzt gefordert. In der zahnärztlichen Praxis werden immer wieder bösartige Veränderungen im Mund/Gesichtsbereich gefunden, die bei frühzeitiger Entdeckung oft gut behandelbar sind. Der Zahnarzt sieht diese meist als erster, denn so intensiv wie er wird kein anderer Arzt in den Mund schauen.

Die regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Zahnersatz lohnt sich auch finanziell. Denn der Gesetzgeber belohnt die regelmäßige Inspektion mit einem zusätzlichen Bonus von bis zu 30% auf den Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkassen bei notwendigen Reparaturen und Neuanfertigungen.

Bildquelle: Initiative proDente e.V.

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